Forschungen haben eindeutig erwiesen, dass zwischen dem Lernerfolg und dem Fernsehkonsum des Kindes große Zusammenhänge bestehen. Während Eltern einen Film aus rationeller Distanz sehen, können Kinder unter 6 Jahren beispielsweise gar nicht unterscheiden ob es sich um die Realität handelt oder nicht. Die angestauten Emotionen werden je nach Charakter des Kindes individuell verarbeitet. Einige reagieren mit Angst, anderer wiederum mit Aggressionen. Kinder die Vielgucker sind, sind ständig überfordert und weisen große Verhaltensstörungen auf. Bei der großen Auswahl an TV-Programmen findet jedes Kind eine passende Sendung. Die vielen Farben und Geräusche lösen dabei einen großen Reiz im Gehirn des Kindes aus. Aber auch aufkommende Langeweile ist Grund für übermäßigen Fernsehkonsum. Ausflüge in die Natur, Aktivitäten in Vereinen oder der Kontakt zu anderen Gleichaltrigen sollten daher besonders gefördert werden. Ein absolutes No-go ist der Fernseher im Kinderzimmer. Der Konsum muss in Kinderalter kontrollierbar sein. Kleinkinder von 0-3 sollten überhaupt kein fernsehen, von 4-6 Jahren maximal 30 Minuten, Grundschüler maximal eine Stunde und von 10-12 Jahren höchstens 1,5 Stunden. Außerdem ist es wichtig das zwischen Lernen und Fernsehen eine halbe Stunde Pause besteht, da sonst das Erlernte nicht ins Langzeitgedächtnis übernommen werden kann.